Geschäftsbericht 2018

Portfolio

EAA – Das Portfolio 2018/2019

Die Abwicklung des von der ehemaligen WestLB AG übernommenen Vermögens ist weit fortgeschritten. Das Volumen aller auf die EAA übertragenen Wertpapiere und Kredite im Bankbuchbestand ist schon um rund 88% abgebaut. Das Nominalvolumen der derivativen Produkte im Handelsbestand ist seit Übertragung auf die EAA kumuliert um rund 84% reduziert worden.

Das Kredit- und Wertpapiervolumen ging allein im Jahr 2018 um rund 5 Milliarden Euro zurück, das Nominalvolumen der überwiegend derivativen Finanzprodukte im Handelsbestand fiel um rund 35 Milliarden Euro.

  • Das Portfolio ist nominal kleiner, als wir es für diesen Zeitpunkt erwartet haben und es ist zugleich qualitativ besser.
  • Die EAA konnte – trotz rückläufiger Erträge in Folge des Portfolioabbaus – seit 2012 Verluste vermeiden und höhere Reserven schaffen als erwartet.

Der verbliebene Bankbuchbestand von rund 18 Mrd. EUR enthält große Teile, die grundsätzlich kurz- bis mittelfristig abgewickelt werden können. Entsprechende Möglichkeiten bieten sich grundsätzlich auch im Handelsbestand.

Abbaubeispiele für ehemals wichtige Cluster

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  • Im Kreditportfolio der EAA dominierten zum Ende des Jahres 2018 Projektfinanzierungen. Sie sind zu einem erheblichen Teil im Energiesektor angesiedelt. Der Schwerpunkt sind Kraftwerke auf Basis konventioneller sowie erneuerbarer Energien in Europa. Ein weiterer Schwerpunkt sind Infrastrukturprojekte.
  • Im Wertpapierportfolio sind überwiegend europäische Staatsanleihen enthalten, die größten Engagements in diesem Sektor entfallen auf Italien und Portugal.
  • Das Teilportfolio Strukturierte Produkte enthält vor allem das sogenannte „Phoenix-Portfolio“, dem Kredite auf dem US-Häusermarkt zugrunde liegen und das in der Finanzkrise von massiven Wertverlusten betroffen war. Das Phoenix-Volumen ist inzwischen von rund 22,9 auf rund 4,9 Mrd. EUR abgebaut. Einen weiteren Schwerpunkt bilden US-Studenten-Kredite oder auch Ausbildungskredite.

Die EAA hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 die Komplexität und Risiken des Bankbuchportfolios durch Einzelmaßnahmen wie Restrukturierungen, vorzeitige Rückführungen und Verwertungen gezielt verringert. Die Bandbreite von Produktklassen, Regionen, Qualität und Währungen des verbliebenen Portfolios ist jedoch nach wie vor für Investoren mit unterschiedlichem Anlagefokus interessant.

Die Finanzprodukte im Portfolio haben zum größten Teil sehr gute bis mittlere Ratings, einzelne Teilportfolios weisen aber auch größere Quoten leistungsgestörter (und entsprechend wertberichtigter) Engagements auf. Gut die Hälfte des Portfolios ist in Euro denominiert, weitere 40 Prozent in US-Dollar.

Zum Bankbuchbestand der EAA gehören aktuell noch 52 direkte und 44 indirekte Beteiligungen. Beim Abbau von Beteiligungen hat sich die EAA vor allem auf Engagements konzentriert, deren Geschäftsbetrieb mit operativen Risiken verbunden sein kann. 2018 konzentrierte sich die EAA insbesondere auf Beteiligungen mit hohem Beteiligungsbuchwert, stillen Reserven oder komplexen Strukturen. 14 direkte Beteiligungen wurden in diesem Kontext verkauft oder liquidiert.

  • Wesentliche operative Beteiligungen sind verkauft und somit zusätzliche finanzielle und operative Risiken entschärft.

Auf die EAA wurden seit 2010 insgesamt rund 300 Beteiligungen übertragen, von denen heute noch 96 (direkte und indirekte) in den Büchern der EAA stehen. Zusätzlich zu den Beteiligungen übernahm die EAA rund 1400 Zweckgesellschaften, Ende 2018 war der Bestand auf 264 gesunken.

Die Abwicklung von Beteiligungen und Zweckgesellschaften ist sehr häufig mit einem erheblichen juristischen Aufwand verbunden. So kann sich die Abwicklung einer einzelnen Gesellschaft über Jahre erstrecken, weil sie etwa ausländischem Recht unterliegt oder eine Zustimmung von Aufsichtsbehörden notwendig ist.

  • Durch Restrukturierung von Beteiligungen und Kreditengagements hat die EAA erhebliche Werte realisiert.